powered by

BALVER MAMMUTS

Die Mammuts kehrten nach Balve zurück ...

... als Maskottchen, Stadtmarke, Aktionsmotiv. Eine sympathische Skulptur für Balve zur Förderung von Handel, Gewerbe und Tourismus.

Die Balver Höhle ist die größte offene Kulturhöhle in Europa mit einem 11 Meter hohen und 18 Meter breiten Eingangsportal. In der riesigen Halle mit fast 90 Metern Tiefe, die sich nach 54 Metern in zwei Arme aufteilt, können ca. 2000 Menschen feiern oder bei Konzerten die einzigartige Akustik und Atmosphäre erleben.

Höhlen gibt es nur in Kalkstein. Dieser ist aus abgestorbenen Korallen in einem warmen Meer vor rund 360 Millionen Jahren gewachsen. Die gewaltigen Kräfte des Erdinnern falten, heben und senken den ursprünglich rissfreien Massenkalk. Eindringendes Wasser löst den Kalk auf, erweitert die Risse zu Spalten und Hohlräumen – so entstand auch unsere Höhle in zig Millionen Jahren. Während der Eiszeiten vor 100 bis 20.000 Jahren hatte sich Schlamm in der Balver Höhle abgelagert. Der Höhlenlehm füllte die Höhle fast bis zur Decke. Die Bauern erkannten den hohen Düngewert des phosphathaltigen Lehms und brachten ihn auf ihre Felder. So ist der imposante Höhlenraum freigelegt worden – ein Felsendom.

Bei späteren Grabungen sind Skelette der heimischen Tiere, wie das Mammut und der Höhlenbär und ca. 40.000 Artefakte, gefunden worden. Bei Schürfgrabungen entdeckte 1938 H. Werli die Spitze eines elfenbeinernen Gebildes, das ein Jahr später der Lehrer Bernhard Bahnschulte freilegte. In der Balver Höhle wurde so der drittgrößte Stoßzahn der Welt gefunden.

Die Restauratoren in Münster mussten ganze Arbeit leisten, um die ursprüngliche Größe und Form des „vollkommen mürben“ und „plattgedrückten“ Fundes rekonstruieren zu können. Nachbildungen (4,2 bzw. 4,4 m Länge) wurden in Münster und Balve zur Schau gestellt. Die fossilen Originale sind leider mit ihrer Auslagerung ein Opfer des Bombenkrieges geworden.

Auch Skelettreste vom Menschen wurden in der Höhle entdeckt. Ein kleines Schädelfragment, das nachträglich in den unhorizontierten Funden entdeckt werden konnte, wurde 2003 durch Radiocarbonanalysen auf ein Alter von 10.400 Jahren datiert. Zusammen mit den in Hagen im Jahre 2004 in der Blätterhöhle entdeckten Skelettresten aus dem frühen Mesolithikum handelt es sich um den ältesten Nachweis von modernen Menschen in Westfalen.